Events Calendar

Limmattal : Volley H2 . 2:3

Am 1. Oktober nahm das Herren 2 des KSCW den beschwerlichen Weg nach Urdorf auf sich, um in der zweiten Cuprunde dem Team der Kantonsschule Limmattal gegenüberzutreten.
Nach der groben Fehleinschätzung der spielerischen Qualitäten des letzten Cupgegners, hielten sich die Spieler des Herren 2 an diesem Abend mit Prognosen zum Spielverlauf zurück. Das Einspielen liess ebenso wenig Rückschlüsse zur Stärke des Gegners zu, wie deren physische Erscheinung, ihre Bälle fanden beim Einschlagen grösstenteils den Weg ins Feld, hätten aber mit ihrem gemässigten Tempo auch einer Juniorenmannschaft keinen Schrecken eingejagt. Anpfiff, die ersten Ballwechsel geben noch immer keinen Aufschluss darüber, wer die Volleyballhosen anzuhaben gedenkt. Die Herren der Kanti Limmattal schienen mit angezogener Handbremse zu spielen, viele Aktionen wirkten nur fast zu Ende gespielt, resultierten aber zum Ärger der Wiediker Mannschaft dennoch sehr häufig in einem Punktgewinn. Die Wiediker vermochten sehr wohl mit einigen sehenswerten Angriffsbällen zu punkten, zeigten sich in den entscheidenden Situationen oft zu einfallslos. Die Limattaler vermochten, ohne vollständig zu überzeugen, dafür mit einer gewissen Cleverness den ersten Satz für sich zu entscheiden.
Im zweiten Satz versuchten die Wiediker auf die unkonventionell geschlagenen Angriffsbälle zu reagieren, versuchten, die kurz gelegten Finten im Spiel zu halten, dies gelang aber nur selten mit Erfolg. Auch den zweiten Satz konnten die Limmattaler für sich entscheiden. Die Spieler des Herren 2 verliessen das Spielfeld leicht konsterniert. Sie fühlten sich der ersten beiden Sätze beraubt, doch eine Mannschaft, die nur eine Spielweise kennt und anwenden kann, darf sich über eine Niederlage nicht wundern.
Im dritten Satz reagierte Wiedikon endlich, die gegnerischen Angriffe, mit der Handkante unsauber getroffen oder mit den Fingerspitzen am Block vorbeigemogelt, führten immer seltener zum direkten Punktgewinn. Derweil gelang es den Herren in blaugelb immer besser, ihr Angriffsspiel zu diversifizieren und trotz gewissem Unbehagen abermals zum effizienten Mittel der Finte zu greifen. Das Spiel erfuhr einen Umschwung und die Sätze drei und vier konnten von den Wiedikern diskussionslos für sich entschieden werden.
Im fünften Satz gelang es den Limmattalern wieder besser, mit ihrer starken Defensivarbeit vermeindlich umöglich zu rettende Bälle im Spiel zu halten, es schien aber, dass der psychologische Nachteil, einen Zweisatzvorsprung abgegeben zu haben, an ihrem Selbstvertrauen nagte. Die Stimmungslage war seit geraumer Zeit auf die Seite der Wiediker gekippt und dank abermals guten Finten, sowie konsequenter Defensivarbeit konnte sich das Herren 2 einen Vorsprung erspielen. Mit viel Leidenschaft und Kampf vollbrachten sie schlussendlich das kleine Wunder von Urdorf und bezwangen einen guten Gegner nach denkbar ungünstigem Start in die Partie.

FACEBOOK